Wohnriester: Immobilienfinanzierung mit Riester
Ins Eigenheim mit Wohnriester
Seit letztem Jahr können Riester-Sparer ihr Kapital auch in die eigene Immobilie investieren. Entsprechende Angebote gibt es mittlerweile genug. Aber welche Vor- und Nachteile hat das Wohn-Riestern und für wen lohnt es sich überhaupt?
Die Möglichkeit, Geld aus einem Riester-Vertrag in ein Eigenheim zu stecken, heißt offiziell Eigenheimrente. Der Volksmund hat dafür die Bezeichnung Wohn-Riester geprägt. Die damit verbundenen Zuschüsse und Steuernachlässe können vielen Familien den Weg in die eigenen vier Wände erleichtern, allerdings nur zu recht festgelegten Konditionen: Der Staat unterstützt ausschließlich die Tilgung eines Darlehens, mit dem der Sparer selbst genutzten Wohnraum kauft.
Die Immobilie muss außerdem nach 2007 angeschafft oder fertig gestellt worden sein. Wer die Förderung erhalten will, muss einen Riester-zertifizierten Immobilienkredit aufnehmen und jedes Jahr vier Prozent seines Bruttoeinkommens zur Tilgung einsetzen.
Wer bekommt Wohnriester?
Wer kann in den Genuss der Förderung kommen? Alle die, die auch für die Riester-Rente infrage kommen: Beamte und alle, die gesetzlich rentenversichert sind. Im Gegensatz zu den Riester-Sparplänen sind hierbei auch Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit kein Problem.
Wer die Förderung erhalten möchte, muss das Haus oder die Wohnung als Hauptwohnsitz nutzen. Auch Anteile an einer Baugenossenschaft und der Erwerb eines lebenslangen Wohnrechts sind förderfähig. In allen Fällen muss die Immobilie aber in Deutschland stehen.
Vorraussetzungen für Wohnriester
Voraussetzung für die Förderung ist immer ein bestehender Riester-Sparplan, dessen Kapital der Sparer dann in seine Immobilie investiert. Der Antrag geht an das Kreditinstitut, das die Immobilie finanziert, und dieses bestätigt dem Staat dann auch die Tilgung.
Ledige Sparer erhalten vom Staat 154 Euro Grundzulage im Jahr, Ehepaare 308 Euro. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, kommen 185 Euro hinzu. Sind die Kinder ab 2008 geboren, gibt es 300 Euro. Darüber hinaus kann der Eigenheim-Sparer im Jahr bis zu 2.100 Euro Tilgung und sämtliche Zulagen von der Steuer absetzen. Die Beträge mögen einzeln betrachtet nicht so riesig aussehen, doch im Laufe der Jahre summieren sie sich auf viele tausend Euro.
Was fördert der Staat mit Wohnriester?
Der Staat fördert drei Arten von Darlehen: Normale Immobilienkredite, die direkt getilgt werden, Bausparverträge und Bauspar-Kombi-Kredite. Inzwischen haben viele Banken, Versicherungen und Bausparkassen Riester-fähige Darlehen im Angebot. Hier muss jeweils geprüft werden, welches das richtige für die eigene Situation ist.
Was passiert aber, wenn man seine Immobilie verkauft oder vermietet? Die Zulagen kann der Sparer behalten. Aber das Wohnförderkonto wird aufgelöst und der Kontostand ist auf einen Schlag zu versteuern. Durch die hohe Summe ist in diesem Fall mit einer massiven finanziellen Belastung zu rechnen. Ob der Verkauf oder die Vermietung freiwillig geschieht, spielt dabei keine Rolle.
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